Erftstadt singles

Sie beendet eine jahrelange „Leibeigenschaft“ wie sie selbst sagt.

Bei der Scheidung verzichtet sie auf Unterhalt und alle Rechte an der gemeinsamen Musik.

Doch wo rüstige Rentnerinnen täglich durch die Werbung radeln, tanzen, knutschen und urlauben ist der Knalleffekt einer rockenden 70-Jährigen auch nur noch halb so groß.

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Wie man heute weiß, war das nicht die ganze Wahrheit.

Im Rahmen diese Tour kam sie auch nach Deutschland und performte unter anderem im Köln-Müngersdorfer Stadion und, wie auf diesem Bild zu sehen ist, im Münchner Olympastadion. (Bild: ddp)Ihre Musik - Songs wie „Simply the best“, „When the heartache is over“, oder „We don't need another Hero“, die Reibeisenstimme, man mag sie oder man mag sie nicht.

Louis Ike Turner, ein dünner hässlicher Mann mit schiefen Zähnen, der sich dem klassischen Soul verschrieben hat.

Ike engagiert sie zunächst als Background-Sängerin, gibt ihr den Namen Tina Turner, weil das besser klingt, später gehen sie mit der „Ike & Tina Revue“ auf Tour, heiraten.

Sanfte Klänge, Glöckchen, Tina Turner spricht ein Gebet. Nach ihrer Abschiedstournee im Frühjahr hat sie gemeinsam mit einer Yoga-Lehrerin und einer Mantra-Sängerin das Album „Beyond“ aufgenommen: spirituelle, buddhistische und christliche Gesänge.

Ja, Tina, die ewig junge Rockröhre haucht, spricht vom Jenseits.„Ich gehe nicht mehr in Diskos, ich bin gern zu Hause“, sagt sie, genießt die Schweiz und den Süden Frankreichs, wo sie nach ihrem Wegzug aus Köln im Jahr 1994 mit ihrem deutschen Lebensgefährten abwechselnd lebt. Geburtstag ist Tina Turner endlich ein kleines bisschen Oma - auch wenn sie immer noch nicht so aussieht.Jahrzehnte lang hat sie sich einfach nicht verändert.Tina war immer die Alte, weil sie einfach nicht alt wurde. Den Satz, der schon vor 20 Jahren beim „Wetten-dass“-gucken passte: „Guck dir das an, wie die aussieht für ihr Alter. “ Tina zuckelte einfach immer weiter, im Mini-Rock, die Arme abgewinkelt, die Lippen rot, die Oberschenkel stramm, die Stimme eine Naturgewalt, die Puschelmähne, die Stilettos, die Energie, die Power - mit 45, mit 50, mit 60, mit 69 als sie dieses Jahr die Köln-Arena stürmte. Die in Tennesssee als Anna Mae Bullock geborene Tina lernte Ike Turner 1958 kennen.Zunächst war sie Backgroundsängerin in seiner Band "Kings of Rhythm" , doch als sie ersatzweise den Song "A Fool in Love" aufnahm und dieser in die Charts kam, wurde sie zur Frontfrau befördert.Vor diesem Hintergrund ist es kaum verwunderlich, dass der Leerstand in der Montanstadt im gleichen Zeitraum enorm anwuchs und eine Vielzahl von Immobilien in zunehmendem Maße verwahrloste.